Wer in Bayern ein Fertighaus plant, schaut meist zuerst auf den Hauspreis. Doch die Baunebenkosten (BNK) machen oft 15 % bis 20 % der Gesamtsumme aus. Gerade im Jahr 2026, mit angepassten Gebührenordnungen und regionalen Besonderheiten in Landkreisen wie Günzburg oder dem Unterallgäu, sollten Bauherren genau hinsehen.
1. Die "unsichtbaren" Erwerbsnebenkosten
In Bayern liegt die Grunderwerbsteuer aktuell bei 3,5 %. Das klingt im Vergleich zu anderen Bundesländern wenig, aber unterschätzen Sie nicht die Notar- und Gerichtskosten (ca. 2,0 %) sowie mögliche Maklerprovisionen.
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Profi-Tipp: Wenn Sie das Grundstück getrennt vom Hausbauvertrag erwerben, zahlen Sie die Steuer nur auf den Grundstückswert!
2. Erschließung und Hausanschlüsse
Viele Bauherren denken, ein "erschlossenes" Grundstück sei fertig zum Bauen. Doch Vorsicht: Die Kosten für den Anschluss von Wasser, Strom und Telekommunikation vom Straßenrand bis ins Haus (die sogenannten "inneren Erschließungskosten") liegen oft zwischen 8.000 € und 15.000 €.
3. Erdarbeiten und Bodenbeschaffenheit
Hier schlummert das größte Risiko. In vielen Regionen Bayerns haben wir wechselhafte Bodenverhältnisse. Ein Bodengutachten ist Pflicht!
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Muss Boden abgefahren werden?
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Ist der Boden belastet?
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Benötigen Sie eine Druckwasserabdichtung (Weiße Wanne)? Allein der Abtransport von Erdaushub kann heute durch gestiegene Deponiegebühren mehrere tausend Euro kosten.
Fazit: Rechnen Sie nicht mit Pauschalen aus dem Internet. Eine seriöse Baunebenkosten-Aufstellung muss individuell für Ihr Grundstück in Bayern erstellt werden.